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Im Bannkreis des Objekts. Aufnahmen für Photogrammetrie-3D-Modell des Wappenhalters vom Passauer Rathaus im Oberhausmuseum Passau

Grundriss des Passauer Rathauses 1. OG. Pfeil: Verortung Portal. Quelle: Kunstdenkmäler Passau / Bd. 4.3, 1919, S. 452 / Fig. 367 (Online-Digitalisat MDZ )

Objektkontext:
Um dem Kontext des Wappenhalters auf die Spur zu kommen, begeben wir uns zum Ort, an dem das sich heute im Eingangsbereich des Oberhausmuseums befindliche Original unsrprünglich angebracht war: an der Westseite des Gebäudekomplexes des Alten Rathauses über dem Portal zur Schrottgasse. Diese wiederum ist entgegen dem Namen bereits an sich eine Passauer Sehenswürdigkeit, außer dem Rathaus zeugen repräsentaive, vielstöckige Patrizierhäuser wie das heutige Hotel zum Wilden Mann gegenüber, dass man sich hier einst wie jetzt auf prestigeträchtigem Boden bzw. teurem Pflaster befindet.

Das Rathaus vom Ludwigsteig aus. Markierung: Portal.
Quelle: https://regiowiki.pnp.de  , Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 ,Aufnahme: Stefan Daller

Auch wenn es  die Lage des Portals zumindest dem heutigen Passanten im ersten Moment  nicht vermittelt, spätestens  beim Betreten des dahinterliegenden 1446 vollendeten prachtvollen Stiegenhaus wird die Bedeutung als Hauptzugang offenbar:

Blick ins Treppenhaus des Alten Rathauses. Quelle: regiowiki.pnp.de, Lizenz: CC BY-NC-SA 3.0 , Aufnahme: Stefan Daller

Die Verlegung des Hauptzugangs weg von der Schauseite am Fischmarkt geschah als Teil der Umbaumaßnahmen des 15. Jahrhunderts, wohl aus Hochwasserschutzgründen.[1] In der Komplexität des sieben mittelalterliche Stadthäuser in sich aufnehmenden Ensembles mit mehreren Innenhöfen spiegelt sich die Baugeschichte:

Das Rathaus ist kein einheitlicher Bau, sondern eine Gruppe von Bauten, die im Laufe der Zeit, den wachsenden Bedürfnissen der Stadtverwaltung entsprechend, dem Kernbau angeliedert wurden […]. Um 1339 begonnen steht er an Stelle eines alten Patrizierhauses, das die Stadt schon 1298 von Christian Heller erkauft hatte. Aber erst 1393 wurde der Besitz ein definitiver, und zwar kaufte man dem damaligen Besitzer Ulrich Gebelsdorfer seine zwei Häuser, gelegen am Fischmarkt an der Ecke zur Schrottgasse, ab. An Stelle des einen Hauses, am Fischmarkt, wurde ein Neubau errichtet, der den üblichen Saal enthielt. Die Vollendung wird auf 1405 angegeben. Der mächtige Streitturm, an der Ecke zwischen beiden Häusern gelegen, diente von da ab als Rathausturm. 1408 kaufte man ein weiteres Haus dazu.
Die letzte Erweiterung erfolgte zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Das ehemalige fürstbischöfliche Dikasterialgebäude, an der Südseite des Komplexes gelegen, wurde zum Rathaus gezogen.“
(Aus der Beschreibung des Passauer Rathauses im Kunstdenkmäler-Band 4.3 von 1919. Die Reihe ist nach wie vor eines der fundiertesten Nachschlagewerk, dem jüngere Versionen oftmals nicht gleichkommen. Digitalisate dieses und weiterer Bände )

Beim Brand 1662 wurde der Großteil des Gebäudes inklusive dem ersten Saal zerstört, 1811 wegen angeblicher Baufälligkeit der alte Turm abgebrochen. Der alte, 1393 „Streitturm“ genannte wehrhafte Rathausturm „hatte einst den Hallern“ [Schmid S. 73] und zu einer ursprünglich größeren Zahl patrizischer Stadttürmen gehört, ähnlich der in Regensburg überlieferten Situation. Der heutige stammt aus der Zeit 1888-93, in der auch der Rest des heutigen Gebäudes mit dem kleinen und großen  Rathaussaal errichtet wurde.

In Kontext mit dem Portal bzw. dem Wappenhalter sind auch die Erwähnungen der Malereien des späten 15. Jarhunderts zu sehen, die vermutlich auf die gleiche Ausbauphase zurückgehen. Die Stadtchronik erwähnt 1471 einen Meister Rupprecht, was sowohl auf den Innenraum (früherer Saal) als auch auf die ursprünglichen Fresken am Außenbau bezogen werden kann. Diese wurden 1446 von Ruprecht Fuetrer begonnen und bis 1484 von Rueland Frueauf d. Ä. vollendet, in diese Zeit dürfte auch die Fertigung des Wappenhalters fallen. Als Anbringungsdatum des Wappenhalters wird erst 1510 genannt.

Der Wappenhalter ist als Teil der Portaleinfassung zu sehen, die einen Rahmen von mehrfach gestäbtem Gewände zur Basis hat. Das Stabwerk überkreuzt sich in den Ecken mit Ausbildung von in den Durchgang ragenden Schultern. Links unten eine heute kaum mehr als solche erkennbare Löwenfigur, die am Gewände hochsteigt, rechts unten eine weitere Figur die schon 1919 nicht mehr zu definieren war. Oben links eine ebenfalls stark verwitterte Tierfigur (Drache?) oben rechts ein schildhaltender Adler (ohne erkennbare Zeichung auf dem Schild, vermutlich ehemals bemalt). Oberhalb der beiden oberen Eckfiguren sind polygonale Konsolen zu sehen, die offenbar ehemals zwei weitere Figuren trugen. Mittig über dem Portalsturtz befindet sich der Wappenhalter als Aufsatz, bzw. heute dessen Replik. In dessen Zentrum steht die wappenhaltende Frauenfigur. Als Passavia oder auch die ‚schöne Passauerin’ bekannt, gilt sie heute als das Symbol für die Stadt schlechthin, von der hohen Symbolkraft zeugt etwa auch, dass die Passavia aus dem Wappenhalter die Bürgermedaille der Stadt ziert.

Quelle: regiowiki.pnp.de , Author: Stefan Daller

Flankiert wird die Passavia mit dem Wappenschild auf dem der Passauer Wolf prangt von zwei kleineren männlichen Figuren, alle jeweils im Schutz eines gratgewölbten Baldachins, oberhalb umläuft eine Schlusszone mit Astwerkformen die Plastik. „Ein Meister und sein Geselle“ heißt es zu den beiden Herren vage in den Kunstdenkmälern, treffender scheint die Deutung als Personifikationen von Handwerk und Patriziertum der Stadt. Eingrenzen ließe sich die Deutung sicher durch eingehendere Beschäftigung etwa mit Gewandung und Kopfbedeckung der beiden, doch das sei hier nur am Rande erwähnt. Viel gewichtiger, gar zentral, ist die Überlegung zur Urheberschaft des Stückes, denn „die Frage nach dem Meister, der das Portal geschaffen hat, ist [bis heute] ungelöst. Auf die Möglichkeit, dass es Jörg Huber angehören könnte, der 1464 bei Veit Stoß in Krakau tätig war, hat Schmid hingewiesen.“

Signatur Jörg Hubers im Kapitellbereich des Baldachins des Kasimirgrabmals. aus: Skubiszewska, Maria: Program ikonograficzny nagrobka Kazimierza Jagiellończyka w katedrze wawelskiej, in: SZABLOWSKI, Jerzy (Hg.): Studia do Dziejów Wawelu, Bd. 4, Krakau 1978, S. 117-214 Digitalisat

Die Passage auf die hier Bezug genommen wird lautet:
Ob der 1494 bei Veit Stoß in Krakau tätige Jörg Huber in seine Vaterstadt Passau zurückgekehrt ist, lässt sich urkundlich nicht belegen […] Wenn es der Fall ist, so ist eine um 1510 entstandene Arbeit von seiner Hand das neuere Rathausportal, die Kopftypen, der weiche Schwung der Gewandfalten und die Bewegung in dem (leider halbzerstörten) Löwen gehen mit den Kapitellen des Jagello – Denkmals aufs engste zusammen.“

Dieser Beobachtung kann nur beigepflichtet werden.

Kapitelle am Grabmal Kasimir IV. Jagiello in Krakau, Jörg Huber zugeschrieben. aus: Markowski, Stanislaw: Die Kathedrale auf dem Wawel, Krakau 1993, S. 80.

linke Seitenfigur des Wappenhalters im Modell

Rest des Löwen(?) an der linken Seite des Portalgewändes heute

zu Jörg Huber siehe u.a Labuda, Adam: Die künstlerischen Beziehungen Polens zum deutschen Reich im späten Mittelalter. Krakau und Süddeutschland [2] : „Kehren wir aber nach Krakau zurück. Nach Stoß ist hier aus Passau der Maler und Bildhauer Jörg Huber eingewandert, der die Skulpturen am Baldachin des Grabmals von Kasimir IV. und, höchstwahrscheinlich, das Grabmal des Königs Johann Albrecht ausführte. Huber hilet sich in Krakau mindestens 15 Jahre auf und war Mitglied der Malerzunft.“ NB: die Tatsche, dass Jörg Huber in Krakau der Malerzunft angehörte, gibt der These Aufwind, dass er ein Bruder des bekannteren Malers Wolf Huber sei, wie es etwa Bierende[3] schreibt.

Die Überschneidungen in den Datierungen – 1484 Vollendung der Malerarbeiten am Rathaus als Indiz für den Abschluss des Ausbauprojekts, 1494/ 96 Jörg Huber mit Veit Stoß in Krakau tätig, ab hier für 15 Jahre in Krakau nachweisbar, 1510 Anbringung des Portals – muss einer Fertigung des Wappenhalters durch Jörg Huber nicht widersprechen. Dass Künstler dieser Zeit ein hohes Maß an Mobilität an den Tag legten, belegen zahllose Beispiele, ihr Wirken lässt sich entsprechend kaum auf jeweils einen einizgen Ort begrenzen. Eine Passauer Werkstatt für Jörg Huber ist anzunehmen, mindestens für die Zeit vor Krakau; gut möglich, dass diese auch weiterhin Bestand hatte.

Das Kasimirgrabmal in Krakau wiederum ist das Werk Veit Stoß‘ in dem der Einfluss Nicolaus Gerhaert van Leyden durch Übernahme von Motiv und Figurenstil besonders augenällig wird:

S/W – Abbildung der Grabplatte des Grabmals Friedrich III., Quelle , div. gute Abb. derselben hier .

Grabmal Friedrich III. heute, Stephansdom Wien. Quelle: Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 Author: Bwag

Abguss der Deckplatte des Kasimirgarbmals, aus: MROZOWSKI, Przemysław: Polskie nagrobki gotyckie [Polnische gotische Grabmäler], Warschau 1994

Deckplatte des Kasimirgrabmals in Situ. Quelle

Das Grabmal Kasimir IV. in der Heiligkreuzkapelle der Wawel – Kathedrale. aus: Markowski, Stanisław: Die Kathedrale auf dem Wawel, Krakau 1993, S. 79

Es ist also festzuhalten: wo Veit Stoß genannt wird, ist der Weg zu Gerhaert nicht weit – dies gilt auch für den Wappenhalter, denn siehe da, stellt man das ‚Bärbele’ von Ottenheim , auch hier , der Passavia gegenüber, ist die Ähnlichkeit doch nicht zu leugnen:

Quelle: Wikimedia Commons, Author: Soutekh67

Die Passavia im 3D-Modell-Ausschnitt

Insgesamt ein Grund mehr, dem Wirken Jörg Hubers, auch stellvertretend für die Rolle Passaus als Vermittlungsort von Arbeit, Wissen, Geld, Kunst und was sonst noch dazugehört, weiter auf den Grund zugehen. Dabei sollte der Fokus nicht nur auf der Zeit um 1500 liegen, sondern im Sinne der Drehscheiben- und damit Wegbereiterfunktion auch das gesamte vorhergehende Jahrhundert mit einbezogen werden.

Doch nun zurück zum eigentlichen Anlass dieses Beitrags: dem 3D-Modell. Für sich alleine betrachtet und unabhängig vom in diesem Fall ausnehmend interessanten Objektkontext ist die naheliegende Frage, die generell an (3D-) Modelle wie an alle Arten von Digitalisaten/ierungen gestellt werden muss: „Und was bringt das?“

Nun, im vorliegenden Fall lässt sich anhand des Modells der Wappenhalter etwa aus der Luftrattenperspektive betrachten. Ein Blick in Dekolleté der Passavia, der Normalsterblichen ansonsten verwehrt bleibt – noch nie dagewesene Aussichten!

Einzig die Befliegung mit einer Drohne würde diese ansonsten noch ermöglichen, wären alle abstürzenden Brieftauben vollends im Park vergiftet. Spaß beiseite – eine weitere Zusatzoption, die sich aus der Digitalisierung als 3D-Modell ergibt, ist die Möglichkeit eines 3D-Drucks, auch in unterschiedlichen Größenabstufungen. Eingedenk des geschilderten hohen Symbolwerts der Passavia gar keine so abwegige Idee, vielleicht sind also zukünftig kleine Wappenhalter an der Kasse des Oberhausmuseums als Mitbringsel zu erwerben…

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Lichtverhältnisse:
Tageslicht durch die zwei Fenster zum Treppenhaus des Oberhausmuseums bei bedecktem Himmel, schwaches Dauerlicht durch wandfeste Lampen im Innenraum. Für die Aufnahmen wurden drei Wallimex-Stativblitze mit Schirmdiffusor aufgebaut. Zwei der Blitzlampen mit 620 Wattsekunden pro Stück befanden sich rechts und links etwa auf mittiger Höhe des Objekts mit jeweils etwa1,5 m Abstand. Die dritte Blitzlampe wurde mittig vor dem Wappenhalter etwas höher montiert. Die Blitzlampen mit Master-Slave-Funktion wurden durch Funkauslöser betätigt. Weiteres Hilfsmittel: Klappleiter. (vgl. Making-of – Foto)

Aufbau / Ablauf:
die Fotos wurden frei Hand ohne Stativ verteilt auf 5 Ebenen  um im Halbkreis um das Objekt geschossen von links nach rechts. Anstelle einer Skizze zum Aufnahmeschema hier ein Screenshot der in der Software angezeigten , insgesamt 1194 (!) Kamerapositionen / ausgelöster Blitz.

Ein Lob an dieser Stelle an die beteiligten Kursteilnehmer/innen, die jeweils die Aufnahmen einer Ebene übernommen haben – die erfolgreiche Modellerstellung bezeugt: Teamwork  hat funktioniert! 😉

außer den Aufnahmen nach dem o. g. Ebenenschema wurden zusätzlich mit größerem Abstand aus verschiedenen Höhen Gesamtaufnahmen des Objekts gemacht, um die korrekte Modellerstellung sicherzustellen. Auch von überlappenden / verwinkelten Bereichen wurden zusätzliche Aufnahmen aus verschiedenen Perspektiven gemacht, um deren Plastizität im Modell bestmöglich wiedergeben zu können. Insgesamt ist festzuhalten: je mehr Aufnahmen / Kamerapositionen, desto genauer / detailgetreuer das Modell.

Kameraeinstellungen:
Kameramodus: manuell
Datenformat: RAW und JPEG (gleichzeitig während der Aufnahmen gespeichert, durch ausreichend hohe Bildqualität für schnelleres Errechnen des Modells jedoch nur die JPEGs verwendet)
Belichtung: ISO 100, Blende: F /16, Verschlusszeit 1/ 125 , Brennweite: 36 mm
Weißabgleich: automatisch
Fokussierung: Autofokus, kein Fernauslöser

Modellberechnung
Die Aufnahmen (JPEGs) wurden ohne vorherige Bearbeitung in die Software geladen. Verwendet wurde Agisoft PhotoScan Professional (64 bit) Version 1.3.2 .Auch nach dem Hochladen und Erstellen des Modells in den vorgegebenen Arbeitsschritten wurden die Aufnahmen nicht nachbearbeitet. Einzig wurde das Modell von überflüssigen Punkten in der Punktwolke bereinigt (Hintergrund und nicht zum  Objekt gehörige Punkte). Die Kamerapositionen wurden nicht in mehrere Arbeitsbereiche („Chunks“) aufgeteilt.

Rechnerkonfiguration: Intel Core2 Quad CPU / 4x 2.8GHz, Arbeitsspeicher: 8,00 GB, Windows 7 Pro/64Bit, Grafikkarte: NVIDIA GeForce GTX 750Ti mit 2048MB Speicher

Die Software gibt über das Menu die einzelnen Arbeitsschritte vor, die dann der Reihe nach auszuführen sind.

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Die Verfasserin möchte noch ein Lob für die Bewirtung während der abschließenden Bearbeitung des Beitrags im Bauturm Köln aussprechen!

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[1] https://books.google.de/books?id=IZF-DAAAQBAJ&lpg=PT56&ots=wgSJX2zukQ&dq=sch%C3%B6ne%20passauerin&hl=de&pg=PT68#v=onepage&q&f=false

[2] https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/vuf/article/viewFile/17716/11529 , S. 14

[3] Die wechselseitigen Kontakte zwischen Bildhauern und Malern wurden an einzelnen Fällen untersucht, wie etwa bei Hans Leinberger und Albrecht Altdorfer, bei Hans Leinberger und Lucas Cranach , bei Meister I. P. und Wolf Huber oder Albrecht Altdorfer, bei den Brüdern Wolf und Jörg Huber, die sowohl als Maler als auch als Bildhauer arbeiteten, oder bei Meister HL und Peter Dell d.Ä. Bierende, Edgar: Lucas Cranach d.Ä. und der deutsche Humanismus.
Tafelmalerei im Kontext von Rhetorik, Chroniken und Fürstenspiegeln, München 2002, S. 111.

RTI- In Situ -Aufnahme Epitaph Wolf Huber Oberhausmuseum Passau

A) Objekt / Gegenstand

Epitaph von Wolf Huber
Material:  Rotmarmor
Maße: 76 (h) x 65 (b)
Datierung: 1553

1922 erwähnt W. M. Schmid den heute im Oberhausmuseum ausgestellten (Fürstenbau EG / A32) Grabstein und dessen Wiederentdeckung  durch den Passauer Heimat- bzw. Geschichtsforscher Max Heuwieser  . Vor Wiederentdeckung und Translozierung in die Veste Oberhaus ins damalige Ostmarkmuseum 1934 befand sich der Grabstein in der Passauer Hl. Geistkirche hinter einer Emporensäule, wo er
kopfüber eingemauert war. Der schlicht gehaltene Stein aus Rotmarmor trägt die in gotischen Lettern eingemeißelte Inschrift

Im jar 1553 den 3 Juny ist /
in got entschlaffen der Er /
war und khunstreich ma(n) /
Wolfgang hueber Burge(r) /
und furstlicher hoffmaller /
zu Passau. Welicher der /
zuckhunfft Christy Jesu /
sambt allen gelaubig/
en alhie will warten

Ein Jahr nach dem Tod Wolf Hubers wurde das Nachlaßinventar aufgestellt und die Vormundschaft für seine Kinder bestimmt, die 1556 noch nicht aufgehoben ist. Zum Fertiger des Steins oder zur anzunehmenden ursprünglichen rahmenden Epitapharchitektur mit figuralen und ornamentalen Elementen ist jedoch nichts überliefert. Wahrscheinlich ist es der Umsicht Bischof Heinrich von Hofstätters zu verdanken, der um 1860 in denkmalpflegerischer Gesinnung verwaiste Epitaphien und Grabplatten aus dem bürgerlichen
Friedhof von St. Paul und dem Domkreuzgang zu sammeln begann.

Wolf Hubers Lebenslauf und  Wirken als Zeichner, Maler und Baumeister ist beispielhaft für das vielschichtigenBerufsbild des Hofkünstlers in der Sattelzeit zwischen späten Mittelalter und früher Renaissance. Ab 1510 in Passau nachweisbar, hatteHuber bis zu seinem Tod das Amt des bischöflichen Hofmalers inne, ab 1541 ist er als Stadtbaumeister verzeichnet. Huber gilt neben Albrecht Aldorfer, zu dem nicht nur stilistisch enge Verbindungen nachvollziehbar sind, als ein Hauptvertreter der sogenannten Donauschule bzw. des Donaustils.  Entsprechend lag der Fokus in der Forschung / Litaratur zu  Person  und Wirken Hubers bisher auf seinem grapischen und malerischen Werk, dem gegeüber seine Tätigkeit als Baumeister eher vernachlässigt wurde.

Dieser kommt jedoch gerade auch für den Kurs, im Rahmen dessen dauch das hier  vorgestellte  Digitalisat entstanden ist, besondere Bedeutung zu, da Wolf Huber für den Ausbau von Schloss Neuburg am Inn , (vgl. a. Karte zum Kurs) dem Mittelpunkt der ehemaligen umliegenden Grafschaft Neuburg um 1530 als leitender Baumeister unter Auftraggeber Graf Niklas II. von Salm verantwortlich war. Die im Zuge dieses Ausbaus zur Bauzier in den repäsentaiven Haupträumen der Anlage angebrachten Terrakotten  werden im zweiten Teil des Kurses behandelt und die dabei photogrammetrisch aufgenommenen Modelle der Terrakotten  vorgestellt.

Weiterführend zeichnet sich in der  Herausarbeitung der Schlüsselfunktion der Person Hubers als leitender Baumeister in Vermittlung neuer Stilrichtungen wie auch Techniken zur praktischen Umsetzung  ein Desiderat ab, das gerade auch für die Baugeschichte von Neuburg und die inhaltliche Deutung der Umgestaltung Erkenntnisgewinn verspricht. Darauf weist nicht zu letzt die Tatsache hin, dass der Ausbau von Neuburg noch vor jenen der bekannten Landshuter Stadtresidenz Herzog Ludwigs X. fällt, welcher so oft als erster Renaissance-Bau nördlich der Alpen bezeichnet wird, und die ganze Palette der in Neuburg zum Einsatz gebrachten Stilmittel und Techniken zeigt.  Neben diesem anschauliches Beispiel, wie sich im Wirken Hubers  das gewandelte Stilideal seiner Zeit inerhalb seines Wirkungskreises manifestiert, ist zudem das Neuburg höchst nahestehenden Ausbauprojekt von Schloss Orth an der Donau nahe Wien zu nennen, wo unter demselben Auftraggeber mit denselben Stilmitteln eine Neugestaltung vorgenommen wurde, wobei das Hauptaugenmerk auch hier auf  Terrakotten derselben Formgebungen wie in Neuburg lag.

Literatur: Wolfgang Maria Schmid, Wolfgang Huber, der Maler von Passau, in: Niederbayerische Monatsschrift 11 (1922), S. 165-172, hier S. 167; Peter Halm, Zur Einführung, in: Wolf Huber Gedächtnisausstellung zum 400. Todesjahr, Passau 1953, S. VII-XI, hier S. VIII; Hans Karl Moritz, Der Grabstein Wolf Hubers, in: Amtliches Mitteilungsblatt für den Stadt- und Landkreis Passau, Nr. 32: 15. August 1953, S. 3; Franz Winzinger, Wolf Huber. Das Gesamtwerk, München-Zürich 1979, 2 Bde., hier Bd. 1, S. 197, Anhang 39; Die Inschriften der Stadt Passau (280, Nr. 544);  Angaben aus dem Musuemskatalog.

B) Aufnahme / Bildgewinnung
Ort, Zeit, Personal:
Die zur Erstellung der RTI-Datei nötigen Aufnahmen wurden als Teamarbeit im Rahmen des Kurses am 20.12.2018 vor Ort im Ausstellungsraum angefertigt (6 Teilnehmer und 2 Dozenten)
Aufnahmesituation:
im Ausstellungsraum des Oberhausmuseum. Für besseres Schlaglicht auf dem Objekt wurden alle künstlichen  Lichtquellen ausgeschaltet, so dass wenig Tageslicht durch ein Fesnter in den Raum fiel. (Vgl. Making-Of Foto unten)
Vorgehen bei der Bildgewinnung:  Es wurde  nach dem für RTI-Aufnahmen üblichen Schema vorgegangen, mit der Besonderheit, dass es sich um ein In-Situ befindliches, immobiles, größeres Objekt handelte. (Vgl. Beitrag ‚RTI-Feldaufnahmen immobiler Objekte‚) Der Aufbau musste dementsprechend angepasst werden. Eine besondere zu lösende Schwierigkeit bildete der schwingende Holzboden, welcher dazu führte, dass der erste Durchlauf ein verwackeltes Ergebnis erbrachte:

Screenshots des verwackelten 1. Versuchs (links ‚Normals Visualization‘, rechts ´Default‘ -Mode)

Daher wurde für den zweiten Versuch an jeder Lichtposition im Halbkreis um das Objekt ein Kursteilnhemer platziert. Vom jeweiligen Standpunkt wurde der Blitz aus unterschiedlichen Höhen auf das Objekt gerichtet und je ein Foto geschossen. Um auf die nötige Höhe zu kommen und eine Beleuchtung des Objekt aus möglichst vielen Positionen / Höhen zu gewährleisten, wurde der Blitz an einer Stange befestigt, die dann an den Teilnehmer am nächsten Standpunkt reihum weitergegeben wurde.

Nein, es handelt sich nicht um eine okkulte Seance – sondern das einzig verfügbare Making-Of – Foto. Lichtverhältnisse und Verteilung des Teams / der Blitzpositionen im Halbkreis um das Objekt sind jedoch erkennbar 😉

Verteilt auf 6 Positionen entlang des Halbkreises um das Objekt wurden je 7 Fotos mit Beleuchtung des Objekts aus verscheidenen Höhen geschossen, entprechend 6 ‚Speichen‘ um das Objekt mit je 7 vertikalen Lichtpositionen und damit 42 Aufnahmen für das Set.

Ideale Verteilung der Blitzpositionen in der Visualisierung im PTM- Planner (vgl. Beitrag zum Thema)

Screenshot des gelungenen 2. Versuchs im Viewer, Ausschnitt

Foto des Objekts in Situ aus dem Aufnahmen-Set für dei RTI-Datei, unten die verwendeten RTI-Kugeln

Kamera: Canon EOS 30D, Objektiv: Sigma Zoomobjektiv 18-125, verwendete Brennweite 36mm
Kameraeinstellungen: ISO 100, Blendenzahl F 13, Belichtungszeit 1/125 Sek
Kameramodus: manuell
Datenformat:    JPEG       Auflösung:  72   dpi /    2336×3504      Pixel
Messmethode  Weißabgleich: automatisch
Fokussierung:  Autofokus zur Justierung / Schärfeneinstellung vor Beginn des Aufnahmesets, danach umgestellt auf  manuell und nicht mehr verändert.
Fernauslöser:  ja bzw.  Steuerung via Laptop / Software, hier Canon Utility

Aufbau: die Kamera wurde im Abstand entprechend ca. 2x der Diagonalen des Objekts auf einem Stativ auf mittlerer Objekthöhe aufgebaut und mittels Software (Canon Utility) vom Laptop aus ausgelöst.

C) Modellerstellung
Verwendete Software, Version: RTI Builder, v2_0_2
Anzahl der Aufnahmen für das zu erstellende Modell: 42
Nachbearbeitung der Bilder: nein
Nachjustierungen während des Erstellens in der Software: nein

D) Beobachtungen, Probleme , Lösungen sowie sonstige Angaben zur Nachvollziehbarkeit und möglichen Reproduktion der Arbeit: s. Beschr. o.

RTI – AUFNAHMEN UND DOKUMENTATION ARMBRUSTBOLZEN – SET NR. 6 UND 6.1, FUNDORT JULBACH

Dieser Beitrag beinhaltet die Dokumentation der Aufnahmen zur Erstellung der RTI-Dateien eines Armbrustbolzens, auf Basis des im Kurs verwendeten Dokumentationsschemas oder sog. Shooting-Logs für RTI-Aufnahmen, das in diesem Kurs verwendet wird. Es handelt sich um zwei Aufnahmesets des gleichen Bolzens mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen.


A) Objekt/Gegenstand
Dieser Beitrag zeigt zwei unterschiedliche Aufnahmen des gleichen Bolzens. In zwei anderen Beiträgen wurden bereits die Sets der Bolzen 1-5 und 7-9 behandelt. Dieser Beitrag widmet sich dem sechsten Bolzen. Wie bei den den anderen Bolzen handelt es sich auch hier um einen Armbrustbolzen der in Julbach gefunden wurde. Das Material des Bolzens ist auch in diesem Fall Eisen, die Form entspricht einem Vierkantquerschnitt. Das Objekt weist an verschiedenen Stellen unterschiedlich starke Roststellen und Abplatzungen auf. Der Bolzen ist 8cm lang, von der Verankerung sind noch ca. 0,5cm erhalten.

Darstellung des 6. Bolzen in den unterschiedlichen Modi des RTI Viewers- erstes Aufnahmeset

Darstellung des 6. Bolzen in den unterschiedlichen Modi des RTI Viewers- zweites Aufnahmeset

B) Aufnahme / Bildgewinnung
Wie bereits erwähnt wurde Bolzen Nr. 6 mit zwei unterschiedlichen Kameraeinstellungen fotografiert. Für die erste Aufnahmereihe wurden die Kameraeinstellungen übernommen, mit denen Bolzen 1-5 aufgenommen wurden. Da die Bilder am Bildschirm dann sehr dunkel erschienen wurde in einem zweiten Durchlauf die Belichtungsdauer erhöht. Alle weiteren Einstellungen blieben gleich. Im Folgenden die Details:

  • Ort, Zeit, Personal: Universität Passau, Digital Humanities Lab (HK14b), 10:30-12 Uhr, Magdalena März und 5 Kursteilnehmer
  • Kamera: Canon EOS 6D, Objektiv: 100mm Festbrennweite
  • Aufnahmesituation: räumliches Umfeld: im Innenraum / Lab, halbverdunkelt
  • RTI-Aufnahmemethode: Freihand/ Highlighting-Methode
  • Aufbau: Kameraposition fest 90° Grad über dem Objekt an Stativ, Unterlage mit RTI-Hilfskreisschema zur Orientierung / Lichtpositionierung, RTI-Referenz-Kugeln: zwei Kugeln mit 10mm Durchmesser

Kameraeinstellungen 1. Durchlauf:

  • Modus: manuell
  • Datenformat: JPEG, Auflösung: 5472 x 3648 Pixel / 1.6 MB
  • Belichtung: ISO 100; Brennweite 58, Blendenzahl 22, Verschlusszeit 1/4 s
  • Fokussierung: Autofokus zur Justierung / Schärfeneinstellung vor Beginn des Aufnahmesets, danach umgestellt auf manuell und nicht mehr verändert.
  • Fernauslöser: Ja; Steuerung via PC / Software, hier: Canon Utility

Kameraeinstellungen 2. Durchlauf:

  • Modus: manuell
  • Datenformat: JPEG, Auflösung: 5472 x 3648 Pixel / 1.6 MB
  • Belichtung: ISO 100; Brennweite 58, Blendenzahl 22, Verschlusszeit 0,4 s
  • Fokussierung: Autofokus zur Justierung / Schärfeneinstellung vor Beginn des Aufnahmesets, danach umgestellt auf manuell und nicht mehr verändert.
  • Fernauslöser: Ja; Steuerung via PC / Software, hier: Canon Utility

Vorgehen bei der Bildgewinnung:

Anzahl der Winkel: 4, Anzahl der ‚Speichen‘: 12 => angestrebte Anzahl der verwendeten Aufnahmen / Lichtpositionen: 48

C) Modellerstellung
Verwendete Software, Version: RTIbuilder
Anzahl der Aufnahmen für das jeweils zu erstellende Modell: 48
Nachbearbeitung der Bilder: keine
Nachjustierungen während des Erstellens in der Software: keine

RTI – Aufnahmen und Dokumentation Armbrustbolzen – Set Nr. 7-9, Fundort Julbach

Dieser Beitrag beinhaltet die Dokumentation der Aufnahmen zur Erstellung der RTI-Dateien zu den einzelnen Objekten, auf Basis des im Kurs verwendeten Dokumentationsschemas oder sog. Shooting-Logs für RTI-Aufnahmen, das in diesem Kurs verwendet wird. Da es sich um ein Set von gleichartigen Objekten handelt, wurden diese hier gebündelt erfasst.

A) Objekt / Gegenstand

Kurzbeschreibung:  In diesem Beitrag / Dokumentation werden 3 von insgesamt 10 Bolzen behandelt. Bolzen 1-5 wurden in einem vorhergehenden Beitrag behandelt. Für alle Armbrustbolzen gilt: sie stammen vom Fundort Julbach (Infos zur genaueren Verortung im Areal liegen bisher nicht vor), bestehen aus Eisen, weisen teilweise Roststellen und Abplatzungen auf, wo dies nicht der Fall ist, haben sie eine glänzende, unebene Oberfläche.   In ihrer Form weichen sie stark voneinander ab. Weitere Unterschiede bestehen in Größe, Zustand und Ausformungsdetails, diese werde gesondert angegeben. Ein Blick in die Literatur (Zimmermann, Bernd: Mittelalterliche Geschossspitzen. Kulturhistorische, archäologische und archäometallurgische Untersuchungen, Basel, 2001)  ergab zwischenzeitlich, dass Bolzen 1, 2, 5, 7 und 9 zum sog. Schaftdorn – Typus gehören, bezeichnend für die bei diesen Exemplaren aus Julbach erhaltene Verankerung im Pfeilschaft. Auch die übrigen Bolzen des Sets  können diesem Typus möglicherweise angehören, doch ist hier keine Verankerung mehr erhalten.
Zum historischen Kontext sind bisher keine Angaben bekannt, ein terminus ante quem ergibt sich aus der Zerstörung der Burg im Zuge des Landshuter Erbfolgekriegs 1504, ohne eingehendere Vergleiche und archäologisch fundierte Datierung lassen sich die Stücke in das späte Mittelalter bzw. 14. – 15. Jahrhundert einordnen.

Bolzen 7
Screenshots der Darstellungs-Modi im RTI-Viewer zu Bolzen 7, Mitte: Details von Spitze und Schaft

Bolzen 7: insg. ca. 8 cm lang, max. 9 mm breit, kleiner Rest der Pfeil-/ Schafftverankerung erhalten (7 mm).  Stark beschädigte Obefläche.

Form: Rautenförmiger Querschnitt ; die pyramidale Spitze macht etwa ein Sechstel des Bolzens aus. Vom breitesten Abschnitt direkt hinter der Spitze verdünnt sich der Bolzen bis zum hintersten Drittel deutlich, wird bis zur Schaftverankerung aber wieder etwas breiter.

 

Bolzen 8: insg. ca. 9,5 cm lang, max. 7 mm breit, Pfeil-/ Schafftverankerung teilweise erhalten (9 mm).

Form: Quadratischer Querschnitt; der stärkste Bereich (zwei Viertel) befindet sich vor der pyramidalen Spitze, die das vordere Viertel ausmacht, die Verjüngung zum Schafftansatz entsprechend ein Viertel.

 

Bolzen 9: insg. ca. 8 cm lang, max. 10 mm breit, Pfeil-/ Schafftverankerung erhalten (13 mm). Starke Absplitterungen an der Spitze, der Rest fast unbeschädigt.

Form: Flache pyramidale Spitze mit rautenförmigem Querschnitt (erstes Drittel). Runde Verjüngung zum Schaftansatz (zweites Drittel). Runde dünne Schaftverankerung (letztes Drittel).

B) Aufnahme / Bildgewinnung

Ort, Zeit, Personal:

Universität Passau, Digital Humanities Lab  (HK14b), 10:30-12 Uhr, Magdalena März und 5 Kursteilnehmer
Kamera: Canon EOS 6D, Objektiv: 100mm Festbrennweite
Aufnahmesituation: räumliches Umfeld: im Innenraum / Lab,  halbverdunkelt
RTI-Aufnahmemethode: Freihand/ Highlighting-Methode
Aufbau: Kameraposition fest 90° Grad über dem Objekt an Stativ, Unterlage mit RTI-Hilfskreisschema zur Orientierung / Lichtpositionierung, RTI-Referenz-Kugeln: zwei Kugeln mit 10mm Druchmesser
Kameraeinstellungen:

Modus: manuell
Datenformat:   JPEG,  Auflösung:  5472 x 3648 Pixel  / 1.6 MB
Belichtung: ISO  100;  Brennweite 58, Blendenzahl 22, Verschlusszeit    0,4 s
Fokussierung:  Autofokus zur Justierung / Schärfeneinstellung vor Beginn des Aufnahmesets, danach umgestellt auf  manuell und nicht mehr verändert.
Fernauslöser: Ja; Steuerung via PC / Software, hier: Canon Utility

Vorgehen bei der Bildgewinnung:
Anzahl der Winkel: 4,  Anzahl der ‚Speichen‘: 12 => angestrebte Anzahl der verwendeten Aufnahmen / Lichtpositionen:  48

C) Modellerstellung

Verwendete Software, Version: RTIbuilder
Anzahl der Aufnahmen für das jeweils zu erstellende Modell: 48
Nachbearbeitung der Bilder: keine
Nachjustierungen während des Erstellens in der Software: in wenigen Fällen musste die erkannte erkannte Kugelgröße bei Erstellen der RTI-Datei in der Software manuell angepasst werden.

Materialsammlung zur Vorbereitung von RTI-Feldaufnahmen immobiler Objekte

in Vorbereitung des anstehenden Termins zu RTI-Feldaufnahmen von großen / immobilen Objekten im Rahmen des Kurses  bin ich auf folgende Materialien gestoßen:

Recording the Weathering of Outdoor Stone Monuments Using Reflectance Transformation Imaging (RTI) (PDF, 13 S., 2011), inkl. aussagekräftiger Making-Of – Fotos,  gilt auch für:

High Quality PTM Acquisition: Reflection Transformation Imaging for Large Objects (PDF, 8 S., 2006)

dann gibt es noch das sog. PTM-Planner-Tool, mit dem sich im Vorfeld die Aufnahmen am jeweiligen Objekt planen und darstellen lassen (Screenshot):

Figure 1: PTM Planner tool.

downloadbar hier:  vcg.isti.cnr.it/~dellepiane/PTMPlanner.zip
was grade bei Projektplanung, die mehrere Personen involviert, nützlich sein kann, um das Vorgehen zu visualisieren und zu koordinieren.